Medikamente gegen vorzeitigen Samenerguss

Welche Mittel gibt es?

Bei einer Ejaculatio praecox (EP), dem vorzeitigen Samenerguss, kommt es zu einer ungewollt schnellen oder vorzeitigen Ejakulation.

Das heißt, die durchschnittliche Zeit vom Beginn des Eindringens in die Vagina bis zum Samenerguss beträgt unter 1 bis 2 Minuten. Die Ejakulation findet entweder kurz vor oder kurz nach der Penetration statt.

Dies wirkt sich auf die Beziehung zum Partner, das Selbstbewusstsein und die sexuelle Zufriedenheit aus.

Gemäß öffentlichen Untersuchungen sind etwa 20–25% der Männer von dieser sexuellen Funktionsstörung betroffen. Diese Einschätzung ist jedoch häufig subjektiv. Viele Mediziner vermuten daher, dass in Wirklichkeit deutlich weniger Männer betroffen sind.

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Gibt es eine wirksame Therapie bei vorzeitigem Samenerguss?

Ja. Die Ejaculatio praecox ist behandelbar. Die Wahl der Behandlung richtet sich nach der individuellen Situation der Betroffenen.
Es gibt medikamentöse, mechanische und psychotherapeutische Behandlungsoptionen. In vielen Fällen ist eine Kombination dieser Maßnahmen sinnvoll.

Die medikamentöse Therapie ist in Form von Tabletten oder Gels und Cremen möglich.

Für die lokale Anwendung werden Lokalanästhetika (z.B. Lidocain oder Prilocain) eingesetzt. Diese werden direkt auf die Penisspitze aufgetragen und setzen dadurch die Erregbarkeit des Penis herab.

Zur oralen Einnahme eignen sich Arzneimittel aus der Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI). Diese werden eigentlich zur Behandlung von Depressionen eingesetzt. Doch seit 2009 ist der Wirkstoff Dapoxetin auch zur Behandlung des vorzeitigen Samenergusses zugelassen.
 

Welcher Zusammenhang besteht zwischen einer verzögerten Ejakulation und Serotonin?

Es stellt sich die Frage, warum Dapoxetin bei vorzeitigem Samenerguss wirkt! Die Antwort findet man beim Serotonin. Neben den Sexualhormonen spielen auch Neurotransmitter eine wichtige Rolle beim Ejakulationsvorgang.
Serotonin ist einer dieser Botenstoffe, die Reize von einer Nervenzelle an andere Nervenzellen oder Zellen weitergeben, verstärken oder verändern. Ein erhöhter Serotonin-Spiegel bewirkt eine Verlängerung der Lust und Verzögerung der Ejakulation.

Darauf beruht auch die Wirkungsweise der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI). Da auch bei Depressionen ein Serotoninmangel häufig die Ursache ist, werden sie hauptsächlich zur Behandlung von Depressionen verwendet. Die Nebenwirkung dieser Substanzklasse ist eine verzögerte Ejakulation.
 

Warum eignet sich Dapoxetin?

Die Nebenwirkung der SSRI hat man sich in der Behandlung des vorzeitigen Samenergusses zunutze gemacht.

Dapoxetin, auch bekannt unter dem Namen Priligy®, ist ein kurzwirksamer Serotonin-Wiederaufnahmehemmer(SSRI).

Dieser Wirkstoff blockiert den Rücktransport von Serotonin in die Zelle. Dadurch erhöht sich der Serotoninspiegel im Blut. Infolgedessen werden Orgasmus und Samenerguss verzögert.
 

Ist Dapoxetin wirksamer als andere Medikamente?

Im Moment ist nur der Wirkstoff Dapoxetin zur Behandlung der Ejaculatio praecox zugelassen.

Allerdings wurde in Studien nachgewiesen, dass andere SSRI wirksamer sind. Dazu gehören Sertralin, Citalopram, Fluoxetin und Paroxetin. Diese sind aber nicht für die Behandlung des vorzeitigen Samenergusses zugelassen. Wenn ein Arzt eines dieser Medikamente dennoch verschreiben will, ist das ein nicht bestimmungsgemäßer Gebrauch («Off-Label-Use»).

Der Vorteil von Dapoxetin ist, dass es nur bei Bedarf eingenommen werden muss. Außerdem tritt die Wirkung sehr schnell ein. Daher muss man die Tablette erst ein bis drei Stunden vor dem Geschlechtsverkehr einnehmen.
Citalopram und Fluoxetin hingegen müssen täglich und unabhängig vom Geschlechtsverkehr eingenommen werden. Daher treten auch häufiger Nebenwirkungen wie Übelkeit, Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Schwindel auf. Außerdem möchte sich nicht jeder der Wirkung eines Antidepressivums aussetzen.

Im Vergleich dazu wird Dapoxetin vom Körper sehr schnell abgebaut. Daher ist es verträglicher als andere SSRI und Nebenwirkungen sind seltener.
 

Ist Dapoxetin wirklich so erfolgversprechend?

Der Gedanke, dass man(n) das Problem mit dem vorzeitigen Samenerguss ganz einfach mit einer Tablette lösen kann, ist sehr verlockend. Denn eine wirksame Behandlung ist für viele Betroffene, mit einem großen Aufwand verbunden.

Priligy® ist schon lange auf dem Markt und verspricht Erfolg. Doch was sagen die Fakten?

In einer Studie verlängerte Dapoxetin die Zeit bis zum Samenerguss um bis zu 1 bis 1,5 Minuten. Im Vergleich dazu waren Citalopram und Paroxetin mit 3 bis 5 Minuten Verlängerung deutlich wirksamer.

Gemäß der Zulassungsstudie von Dapoxetin konnte die Ejakulation von 1 Minute (ohne Medikament) auf über 3 Minuten verlängert werden. Außerdem verbesserte der Wirkstoff bei den Betroffenen die Empfindung, den Samenerguss kontrollieren zu können und die sexuelle Zufriedenheit.
Trotzdem brechen viele die Behandlung mit Dapoxetin aufgrund der Nebenwirkungen wieder ab. Die häufigsten Nebenwirkungen sind Übelkeit, Durchfall, Kopfschmerzen und Schwindel. Eine weitere häufige Nebenwirkung ist die Erektionsstörung, die vor allem bei einer Daueranwendung zu befürchten ist.

Bei Betroffenen mit Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems kann es zu Folgeschäden kommen. Auch können starke Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auftreten. Dapoxetin darf nicht zusammen mit gefäßerweiternden Arzneimitteln eingenommen werden.

Aufgrund der Neben- und Wechselwirkungen sollte man(n) sich die Behandlung mit Dapoxetin sorgfältig überlegen. Besprechen Sie die Therapiemöglichkeiten auf jeden Fall mit einem Arzt Ihres Vertrauens.

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