Tipps für einen gesunden Lebensstil

Was tut dem Körper gut? Viele Menschen wünschen sich eine bessere Gesundheit

Heutzutage leiden viele Menschen an Krankheiten, die mehrheitlich durch Stress und einen ungesunden Lebenswandel erzeugt werden. Zu den typischen Volkskrankheiten zählen Bluthochdruck, Neurodermitis, Depression, Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfall, Haarausfall, Schlafstörungen, Herz- und Kreislaufkrankheiten, sowie Krebs. Es muss jedoch nicht so weit kommen: Wer auf sich und seine Gewohnheiten achtet, kann ein langes und gesundes Leben führen.

Wir geben in diesem Artikel Tipps für eine bessere Gesundheit, damit Sie beschwerdefrei und glücklich leben können.

 

Inhaltsverzeichnis

Was sind die Geheimnisse eines gesunden Lebens?
Gute gegen schlechte Gewohnheiten ersetzen
Ein starkes Immunsystem

Nährstoffe im Überblick
Fünf Mahlzeiten am Tag
Viel Trinken
Gesundes Körpergewicht
BMI - Tabelle
Sportliche Aktivitäten
Sport in den Alltag integrieren
Stress und unsere Gesundheit
Positive Einstellung
Gesünder leben durch mehr Achtsamkeit
Stressreduzierende Maßnahmen und Entspannung
Spaß und Lachen
Hydrotherapie oder Wasserheilkunde
Kneippkur als Beispiel für Hydrotherapie
Sauna und Detox
Detox oder Entgiftungskur
Sauna und Dampfbad
 

 

Was sind die Geheimnisse eines gesunden Lebens?

Gute gegen schlechte Gewohnheiten ersetzen

Mittlerweile hat man herausgefunden, dass wir mit unseren Gewohnheiten maßgeblich unsere Gesundheit bestimmen, wie es schon der englische Poet John Dryden zu sagen pflegte: “Zuerst erschaffen wir uns unsere Gewohnheiten, dann erschaffen sie uns.” Doch wer gesund lebt, der kann seine Lebenserwartung um bis zu 10 oder mehr Jahre steigern.

Wenn wir es schaffen, neue und gesündere Lebensgewohnheiten fest in unser Leben zu integrieren, dann erreichen wir mehr Lebensqualität, Gesundheit und können gesetzte Ziele besser umsetzen. Leider kostet es Überwindung, die unschönen Lebensgewohnheiten umzustellen. Manchmal scheinen die Ziele sogar unerreichbar, denn unser Gehirn ist auf Gewohnheiten ausgerichtet und reagiert mit Widerstand auf Neues.

Schrittweise ist es möglich Gewohnheiten umzustellen. Möglicherweise fällt es uns leichter spazieren zu gehen, als in das Fitnessstudio. Also beginnen wir mit schnellem Gehen durch den Park. Wenn wir erstmal erkannt haben, was wir ändern möchten und wie wir das tun können, dass es auch realisierbar ist, dann geht das mit einem klaren Plan, der in kleinen Schritten beginnt.


Ein starkes Immunsystem

Das Immunsystem ist rund um die Uhr aktiv und schützt uns davor krank zu werden. Grippale Infekte, bakterielle Entzündungen, Pilze und andere Einwanderer werden von einem gesunden Immunsystem in der Regel abgewehrt. Die hauptsächliche Funktion ist das Erkennen und die Abwehr von Schadstoffen sowie Krankheitserregern. Außerdem schützt es uns vor eigenen, krankhaft veränderten Zellen.

Im Folgenden werden Maßnahmen aufgezeigt, die alle zu einem starken, gesunden Immunsystem und einem glücklichen Leben beitragen. Es sind sowohl physische als auch psychische Komponenten beteiligt:

  • Ausgewogene Ernährung
  • Gesundes Körpergewicht
  • Tägliche, sportliche Aktivitäten
  • Entspannung und ausreichend Schlaf
  • Positive Einstellung
  • Spaß und Lachen
  • Hydrotherapie oder Kneippkur
  • Sauna und Detox
  • Ausgewogene Ernährung  


Die Ernährung sollte hauptsächlich aus frisch zubereiteten Nahrungsmitteln bestehen. Fastfood und Mikrowellenessen mit einer Menge an Konservierungs-, Geschmacks- und Farbstoffen sollte gemieden und langfristig durch frisch zubereitetes Essen ersetzt werden. Weißmehl sollte durch Vollkornmehl ersetzt werden. Frittierte Speisen sollten weitgehend gemieden werden. Rohkost und frische Fruchtsäfte sollten stattdessen integriert werden.
Ganz nach dem Motto: “Alles in Maßen”, können wir ab und zu in überschaubaren Mengen das konsumieren, was nicht ganz so gesund ist, wie zum Beispiel Kuchen, Alkohol, Kaffee, Schokolade, Schnitzel, Pommes usw. Trotzdem sollte die gesunde Ernährung aus eigenem Verständnis Grundbaustein für ein gesundes Leben sein.


Nährstoffe im Überblick

Bessere Gesundheit beginnt beim Bewusstsein über die Nährstoffe, die wir uns zuführen. Das Essen wird im Magen-Darm-Trakt verdaut und aufgespalten, um die Nährstoffe zu verarbeiten und zu verteilen. Vitamine und Mineralien als Energielieferanten und Stimmungsaufheller sind für ein stabiles Immunsystem und damit einer besseren Gesundheit unerlässlich. Entscheidend nehmen diese Stoffe Einfluss auf unser zentrales Nervensystem und auf alle Prozesse unseres Körpers. Hier ein Überblick über unsere Nährstoffe:

 

Nährstoffe Vorkommen Funktion Täglicher Bedarf
im Alter von 25-50 Jahren
Vitamin A
oder Retinol (fettlösliches Vitamin)
Tierische Produkte: Leber, Seefisch, Eier, Milch, Milchprodukte Stärkt Immunsystem
Antioxidans (Zellschutz)
Stärkt Augen, Haut und Schleimhäute
0,8 -  1,1 mg
ß-Carotin
(fettlösliches Vitamin)
Karotten, Süßkartoffeln, Tomaten, Spinat, Grünkohl, grüne Bohnen, Brokkoli, Feldsalat, Kirschen und Grapefruit
 
ß-Carotin: Vorstufe für die Bildung von Vitamin A, Antioxidans. 2 - 4 mg
Vitamin D (fettlösliches Vitamin) Fetthaltiger Fisch, wie Makrele, Hering und Thunfisch, Eigelb, Leber, Pilze
(Vitamin D wird hauptsächlich über die Haut aufgenommen)
Kalziumeinlagerung Knochen
Reguliert Kalzium- und Phosphatstoffwechsel
Immunabwehr
20 µg
Vitamin E oder
Retinol (fettlösliches Vitamin)
Kaltgepresste Pflanzenöle (Avocadoöl, Olivenöl, Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl, Rapsöl,Nussöle) Nüsse und Samen Unterbindet das Oxidieren von Vitamin A, ungesättigten Fettsäuren und weiteren wichtige Substanzen
Antioxidans
12-14 mg
Vitamin K
(fettlösliches Vitamin)
Wird hauptsächlich im Darm gebildet, ist aber auch in geringen Mengen in der Nahrung enthalten: Grünes Gemüse wie Brokkoli, Spinat, Kohlsprossen, Kopf- und Feldsalat
Milch u. Milchprodukte, Fleisch, Eier, Obst, Getreide
Essenzieller Baustein für die Bildung von Blutgerinnungs­faktoren
An der Knochenbildung beteiligt
60-70 µg
Thiamin (B1)
(wasserlösliches Vitamin)
Fleisch, Leber, Fisch, Vollkornprodukte, Haferflocken, Hülsenfrüchte, Erdnüsse, Pinienkerne, Weizenkeime, Sonnenblumenkerne, Kartoffeln Wichtiger Bestandteil von Coenzymen im Energie- und Kohlenhydratstoffwechsel
Wichtig für Nervengewebe und Herzmuskulatur
1 - 1,2 mg
Riboflavin (B2)
(wasserlösliches Vitamin)
Milch, Milchprodukte, Leber, Niere, Seelachs, Makrele, Käse, Getreidekeime, Roggen, Weizen, Bierhefe, Spinat, Champignons Wichtiger Bestandteil von Coenzymen im Protein und Energiestoffwechsel 1,1 - 1,4 mg
Niacin (B3)
(wasserlösliches Vitamin, das durch die Aminosäure Tryptophan im Körper hergestellt wird)
Mageres Fleisch, Innereien, Fisch (Sardine, Sardelle, Makrele), Milch, Eier, Brot, Backwaren, Kartoffeln,  Speisepilze, Mungobohnen, Erdnüsse Wichtiger Bestandteil von Coenzymen
Beteiligt am Auf- und Abbau von Aminosäuren, Fettsäuren und Kohlenhydraten
Beteiligt an der Zellteilung
12-15 mg
Pyridoxin (B6)
(wasserlösliches Vitamin)
Sardinen, Makrelen, Fleisch (Rind, Schwein, Huhn), rote Paprika, grünes Gemüse (Kohlsprossen, grüne Bohnen, Feldsalat), Vollkornprodukte, Bananen, Kartoffeln, Sojabohnen, Weizenkeime, Haselnüsse, Walnüsse Fördert eine Vielzahl enzymatischer Reaktionen
Beteiligt am Aminosäurestoffwechsel
Wichtig für Hämoglobinsynthese
Nerven- und Immunsystem
1,4 - 1,6 mg
Folsäure oder Folat (B9 oder B 11) (wasserlösliches Vitamin) Grünes Gemüse, wie Spinat und Salat, Tomaten, alle Kohlsorten, Orangen, Nüsse, Hülsenfrüchte, Weizenkeime, Milch, Vollkornprodukte, Kartoffeln, Leber, Eier, einige Käsesorten Notwendig für Zellteilung und Zellneubildung Beteiligt an Bildung der roten Blutkörperchen Beteiligt am  Proteinstoffwechsel Besonders wichtig vor und während der Schwangerschaft 300 µg

Pantothensäure, (B 5)
(wasserlösliches Vitamin)

 

Muskelfleisch, Leber, Fisch (Hering), Milch und Milchprodukte, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte Bestandteil von Coenzym A
Beteiligt am Energiestoffwechsel
Beteiligt am Abbau von Fetten, Kohlenhydraten und einigen Aminosäuren
Beteiligt am Aufbau von Fettsäuren, Cholesterol und einigen Hormonen
6 mg
Biotin, (B7= oder Vit H / Vit I (wasserlösliches Vitamin) Leber, Muskelfleisch, Sojabohnen, Eier, Nüsse, Spinat, Linsen, Haferflocken, Champignons Ist ein Coenzym im Stoffwechsel
Beteiligt am Aufbau von Kohlenhydraten und Fettsäuren
Beteiligt am Abbau von Aminosäuren
30 - 60 µg
Cobalamin,  (B12) (wasserlösliches Vitamin) Enthalten in Lebensmitteln tierischer Herkunft: Fleisch, Lachs, Hering, Innereien, Eier, Milch und Milchprodukte, Meeresfrüchte. Lebensmittel pflanzlicher Herkunft, wie Sauerkraut, Meeresalgen Shiitake-Pilze und Produkte mit Cyanobakterien Vitamin B12 fungiert im menschlichen Stoffwechsel als Coenzym.
Zusammen mit Folsäure beteiligt an der Regulation der Homocystein­konzentration im Blut .
Bei der Blutbildung und bei der DNA-Synthese beteiligt
An Ab- und Umbauprozessen im Fett- und Aminosäurenstoffwechsel beteiligt
4 µg
Ascorbinsäure Vitamin C (wasserlösliches Vitamin) Besonders enthalten in Obst wie schwarze Johannisbeeren, Zitrusfrüchten, Sanddornbeeren, Cranberries
Besonders enthalten in Paprika, Brokkoli, Spinat, Petersilie, Tomaten, Kartoffeln
Aufbau von Bindegewebe, Knochen und Zähnen;
Zuständig für Wundheilung
Zellschutz oder Antioxidans
Wichtiger Cofaktor bei Entgiftungsreaktionen
Verbesserte Verwertung von Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln durch Vitamin C
95 -110 mg

 

Mineralien Vorkommen Funktion Täglicher Bedarf
im Alter von 25 - 50 Jahren
Natrium oder Kochsalz Speisesalz Fleisch- und Wurstwaren, Hartkäse, Brot, Salzgebäck, Fischkonserven, Fertigprodukte, Fertigsaucen, Würzmittel Regulation des Wasser-, Elektrolyt-, Säure-Basen-Haushalts
Wichtig bei der Reizweiterleitung von Nervenfasern
Aktivierung von Enzymen
 Bestandteil der Magensäure
1500 mg
Kalium
Bananen, Trockenobst, Marillen, Pflaumen, Tomaten, Nüsse Dinkel-, Roggen-, und Buchweizen
Erhalt der Gewebespannung
Reizweiterleitung im Nervensystem
4000 mg
Kalzium Milch und Milchprodukte, grünes Gemüse wie(Brokkoli, Grünkohl und Rucola, Hülsenfrüchte, Nüsse, einige Mineralwässer Erhält Knochen und Zähne
Wichtig bei der Blutgerinnung
Beteiligt an Reizweiterleitung des zentralen Nervensystems und der Muskeln
1000 mg
Phosphor Milch, Milchprodukte, Leber, Fleisch, Brot, Eier,
Zusatzstoff in Lebensmittelverarbeitung
Beteiligt am Aufbau von Knochen und Zähnen
Wichtig für die Konstanthaltung des pH-Wert
700 mg
Magnesium Milch, Milchprodukte, Vollkornprodukte, Leber, Geflügel, Fisch, Kartoffeln, Gemüse, Sojabohnen, Beerenobst Mineralisiert die Knochen
Wichtig für die Reizübertragung von Nerv auf Muskel
Wichtig für zentrales Nervensystem
Wichtig für Muskelentspannung
300 - 350 mg
Eisen Fleisch- und Wurstwaren, Getreideprodukte (Roggen, Weizen, Haferflocken), Spinat, Erbsen, Schwarzwurzeln, Hülsenfrüchte, Pilze Wichtiger Baustein des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin
Zuständig für Sauerstofftransport über das Blut
Beteiligt an Blutbildung
Wichtig für Gehirnentwicklung bei Kindern und Jugendlichen
Bestandteil von Enzymen Schlüsselfunktion in einigen Stoffwechselprozessen
10 - 15 mg
Jod Jodiertes Speisesalz sowie Produkte, die damit hergestellt werden (Nudeln, Brot etc), Milch, Eier, Seefisch und Meeresfrüchte Reguliert den Aufbau der Schilddrüsenhormone
Aktiviert Energiestoffwechsel
Regt Wärmeproduktion an
Fördert Zellteilung und Wachstum
200 µg
Fluorid Seefisch, Schwarztee, Getreideprodukte, Leber und Fleisch Festigt Knochen und Zähne
Härtung Zahnschmelzes
Beugt Karies vor
3,1 - 3,8 mg
Zink Der Körper kann Zink aus tierischem Ursprung besser verarbeiten. Vorkommen in Austern, Fleisch, Innereien, Eier, Milch und Milchprodukte Bestandteil oder Aktivator zahlreicher Enzyme des Protein-, Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsels
Wichtig bei der Insulinspeicherung
Reguliert Prozesse in der Haut
Aktiviert das Immunsystem
Zellschutz oder Antioxidans
11 - 16 mg (Mann)
7-10 mg (Frau)
Selen Fleisch, Fisch und Eier enthalten relativ viel Selen. Kohlsorten, Zwiebeln, Spargel, Pilze, Linsen und Paranüsse Zellschutz oder Antioxidans
Stärkt das Immunsystem
Fördert den Aufbau der Schilddrüsenhormone
60 - 70 µg
Kupfer Vollkornprodukte, Innereien (Leber), Schalentiere, Fisch, Nüsse, Kakao, Kaffee, Tee, grünes Gemüse Wichtig beim Eisenstoffwechsel
Wichtig für die Funktionen diverser Enzyme
1 - 1,5 mg
Mangan Fisch, Fleisch, Milchprodukte, Haferflocken, Gemüse wie Spinat und Lauch, Obst wie Erdbeeren, Tee (nicht so sehr bioverfügbar wie in tierischen Produkten) Bestandteil vieler Enzyme
Aufbau und Erhalt von Knorpel und Knochen
2,0 - 5,0 mg
Chrom Kakao, Fleisch, Leber, Eier, Haferflocken, Tomaten, Pilze, Kopfsalat Steuert die Funktion des Kohlenhydratstoffwechsel 30 - 100 µg
Molybdän Eier, Innereien, Getreide und Hülsenfrüchte Baustein der Enzyme
Essentiell für den Stoffwechsel von schwefelhaltigen Aminosäuren und Harnsäure
50 - 100 µg


 
Fünf Mahlzeiten am Tag

Fünf eher kleine Mahlzeiten am Tag verhindern Heißhunger und verbessern die Kontrolle über den Appetit. Ziel ist es, nicht zwischen den Mahlzeiten Süßigkeiten zu Essen oder sich den Bauch so vollzuschlagen, sodass ein Nickerchen von zwei Stunden fällig wird. Der Körper benötigt bei kleinen Portionen nicht die gesamte Energie zur Verdauung der Speisen, sondern erhält durch die Nahrung gleichmäßig Energie, was den Blutzuckerspiegel konstant hält. Der Magen gewöhnt sich schnell an die Portionsgrößen, die wir ihm zuführen. Es kann sein, dass die ersten Tage der Magen knurrt, doch wenn wir zusätzlich viel trinken, dann wird dieses Gefühl abgemildert. Wir können zum Beispiel drei kleinere Hauptmahlzeiten haben und noch zwei Snacks, die Gemüse, Obst, Trockenfrüchte und Nüsse enthalten, verzehren.
 

Viel Trinken

Wasser ist ein wichtiger Baustein aller Körperzellen und es wird für unseren Stoffwechsel benötigt. Es regelt die Körpertemperatur und ist, wie wir wissen, lebenswichtig. Wir sollten mindestens 2 Liter Flüssigkeit pro Tag zu uns nehmen. Salzhaltiges Essen, Kaffee und Alkohol entziehen unserem Körper Wasser. Viele Menschen trinken dazu zu wenig. Zu wenig Flüssigkeitskonsum schadet Organen, Augen, Gehirn, Haut, Schleimhäuten, Verdauungstrakt und Nieren.

Wir sollten das Trinken von Wasser, ungesüssten frischen Fruchtsäften und Tees dem Konsum von zuckerhaltigen Getränken vorziehen.


Gesundes Körpergewicht

Übergewicht kann viele Folgeerkrankungen wie Erektionsstörungen, Diabetes, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen erzeugen. Viele Menschen mit Übergewicht fühlen sich nicht wohl in ihrer Haut.

In der Regel kennen wir unser ideales und für uns gesundes Gewicht gar nicht. Doch die Kenntnis darüber zeigt auf, ob wir eine Diät machen sollten oder nicht. Es gibt das Normalgewicht, welches eine Spanne anzeigt, die für eine bestimmte Körpergröße geeignet ist.

Durch den Body-Mass-Index kann das Normalgewicht ermittelt werden. Er ergibt sich aus dem Verhältnis von Körpergröße zu Körpergewicht. Es gibt die folgenden Kategorien, die bei der Auswertung differenziert werden: Untergewicht, Normalgewicht, Übergewicht und starkes Übergewicht.

Die Ermittlung des BMIs möchten wir am Beispiel einer Frau, die 1.72 m groß ist und 68 kg wiegt.

  • 1. Schritt: 1,72 m x 1,72 m = 2,95 m²
    Es wird Körpergröße mit Körpergröße multipliziert
  • 2. Schritt: 68 kg : 2,95 m² = 23,05 kg/m²
    Es wird das Körpergewicht mit dem Ergebnis von Schritt 1 geteilt
  • 3. Der BMI der Frau beträgt 23,05
    Das Ergebnis kann in der folgenden Tabelle eingesehen werden:

 
BMI - Tabelle

Gewichtskategorie BMI (kg/m²)
Starkes Untergewicht <16,0
Mäßiges Untergewicht 16,0 - 17,0
Leichtes Untergewicht 17,0 - 18,5
Normalgewicht 18,5 - 24,9
Präadipositas (Leichtes Übergewicht) 25,0 - 29,9
Adipositas Grad I (Fettleibigkeit) 30,0 - 34,9
Adipositas Grad II (Fettleibigkeit) 35,0 - 39,9
Adipositas Grad III (Fettleibigkeit) ≥ 40

 

Sportliche Aktivitäten

Gesund leben bedeutet sich regelmäßig zu bewegen, denn folgende Systeme und Funktionen im Körper werden nur bei Bewegung optimal aktiv:

  • Immunsystem - ein intaktes Immunsystem schützt uns vor Erregern und regelt auch innerhalb des Körpers mögliche Zellmutationen
  • Lymphsystem - Die Reinigung des Körpers und der Transport wichtiger Substanzen wird erhöht
  • Endokrinsystem - Die Hormonproduktion wird erhöht, was jung hält und die sexuellen Körperfunktionen verbessert
  • Optimale Organfunktion - Die Verdauung, die Arbeit von Niere und Leber zur Entgiftung sowie die Arbeit aller anderen Organe wird verbessert
  • Verteilung von Sauerstoff in die Zellen - Durch die vermehrte Zufuhr von Sauerstoff aufgrund der veränderten Atmung beim Sport werden die Zellen optimal damit versorgt, wodurch eine Zellregeneration stattfindet
  • Durchblutung - Über das Blut werden Nährstoffe transportiert und alle Organe optimal versorgt, was beim Sport dann durch die verbesserte Durchblutung erhöht wird
  • Entgiftung durch die Haut - Wenn wir beim Sport schwitzen, können Giftstoffe mit Leichtigkeit durch die Haut aus dem Organismus befördert werden
  • Effektive Konzentration - Während der sportlichen Aktivität werden Endorphine freigesetzt und wir lassen durch die Anstrengung geistigen Druck ab


Sport in den Alltag integrieren

Es ist nicht so einfach den inneren Schweinehund zu überwinden, um sportliche Aktivitäten in den Tagesablauf einzubauen. Wir haben unsere Gewohnheiten und generell ist der Alltag oft voller Termine. Es gibt jedoch Tricks, wie Sport in den Alltag eingebaut werden kann, auch wenn wir nicht so viel Zeit haben:

  • Treppen nutzen anstatt Lift
  • Das Auto um die Ecke parken
  • Anstatt mit dem Auto mit dem Fahrrad fahren
  • Anstatt mit dem Auto mit öffentlichen Verkehrsmittel fahren
  • Bei sitzender Tätigkeit: Alle 45 Minuten eine Pause durchführen, in der wir Übungen ausführen wie progressive Muskelentspannung, Kniebeugen, Atemtechnik, Augentraining,
  • Bei der Arbeit: In der Mittagspause einen Spaziergang machen
  • Nach Mahlzeiten einen Spaziergang machen

An mindestens fünf Tagen in der Woche sollten wir mindestens 30 Minuten Ausdauertraining machen (70 %) und Krafttraining (20 %) sowie Koordinations- und Gleichgewichtsübungen (10 %).


Stress und unsere Gesundheit

Stress ist heutzutage der schlimmste Feind unserer Gesundheit. Wir leben in einer Leistungsgesellschaft, in der Termindruck und Hektik normal sind. Die psychische Anspannung ist jedoch für unseren Körper und unser Immunsystem belastend. Sorgen und Ängste versetzen unseren Organismus in Alarmbereitschaft und wir produzieren die Stresshormone Cortisol und Adrenalin, die dann alle wichtigen Funktionen unterdrücken und uns kurzzeitig Energie bringen. Die Anspannung führt jedoch zu verspannten Muskeln und wenn sie über einen längeren Zeitraum anhält, dann können Herzprobleme, Bluthochdruck und andere schwerwiegende Krankheiten entstehen.

In der Regel machen wir uns den Stress selbst, denn es sind meist unsere Gedanken gegenüber einer Situation oder die Handlungsweise einer Person, die uns ärgern und die Laune verderben. Wir neigen in der Regel auch dazu, viel über mögliche Probleme in der Zukunft nachzudenken und uns über Dinge, die in der Vergangenheit passiert sind, zu ärgern. Daher ist es wichtig zu erkennen, dass wir unserem Gehirn eine Pause von all den einströmenden Gedanken, den äußeren Reizen wie Stress auf der Arbeit und der Familie, Nachrichten über Viren, Terrorattacken sowie der permanente Elektrosmog durch Computer, Handy, TV, Sendemasten geben sollten.

Wenn wir uns zusätzlich darüber im Klaren sind, dass es erstmal unsere Gedanken sind, die unseren Körper in Alarmbereitschaft versetzen, dann könnten wir folgende Maßnahmen einleiten, um mehr Gelassenheit und Ausgeglichenheit zu finden:

  • Aktive Kontrolle der eigenen Gedanken und Worte durch eine positive Einstellung, die sich in Handeln, Denken und Sprechen reflektiert
  • Stressreduzierende Maßnahmen einleiten und regelmäßig praktizieren
  • Gefühle wie Mitgefühl, Zufriedenheit, Dankbarkeit und Ausgeglichenheit forcieren


Positive Einstellung

Auf unsere Gefühle zu achten und nur die zu forcieren, welche uns durchatmen lassen und entspannen, ist nicht einfach. Es gibt jedoch ein Beispiel für eine Emotion, die einfach ist. Das Gefühl der Dankbarkeit ist sehr stark und Dankbarkeit können wir empfinden, selbst wenn wir uns gerade in einem eher unglücklichen Zustand befinden oder verärgert sind. Wir können unglaublich dankbar dafür sein, dass unsere Augen gesund sind und wir sehen können oder wir können froh darüber sein, dass unsere Beine funktionieren und wir laufen können. Schon alleine diese beiden Tatsachen sollten uns mit Dankbarkeit erfüllen.
 

Gesünder leben durch mehr Achtsamkeit

Durch die Globalisierung oder auch die gesamte Digitalisierung werden wir leicht unachtsam und reagieren oft gar nicht mehr auf die vielen Reize, die uns berieseln. Die Schönheit der einfach Dinge, wie rauschender Wind, Vogelgezwitscher, spielende Kinder erkennen wir daher genauso wenig, wie den Alarm unseres Körpers, wenn wir etwas wiederholt tun, das ihm schadet.

Achtsamkeit bedeutet alles, was in uns und um uns herum passiert, wahrzunehmen. In der Meditation praktizieren wir Achtsamkeit, indem wir auf unsere Atmung und unser Körpergefühl achten. Achtsamkeit ist die Fähigkeit ohne zu Urteilen einfach nur zu beobachten. Auf diese Weise, sprich, wenn wir beginnen unsere Sinne (Riechen, Hören, Tasten, Fühlen etc.) einzusetzen um unsere Umgebung wahrzunehmen, dann unterbrechen wir den natürlichen Denkprozess. Unsere Gedanken kommen und gehen. Durch die Meditation kann es leichter werden die Gedanken zu kontrollieren bzw. ihnen im Moment der Meditation keine Geltung zu schenken, sondern sie einfach auszuatmen.


Stressreduzierende Maßnahmen und Entspannung

Ruhepausen sind für einen gesunden Körper essentiell. Damit ist jedoch nicht das Liegen auf der Couch mit dem Handy in der Hand gemeint. Ruhepausen sollten fernab von Multimedia stattfinden, um dem Geist Ruhe zu gönnen.

Folgende Maßnahmen können dazu dienen abzuschalten und Entspannung zu finden:

  • Meditation
  • Tai Chi
  • Autogenes Training
  • Saunaaufenthalt oder ein ganzes Wellness-Wochenende
  • Schlaf
  • Ein Spaziergang in der Natur
  • Sonnen
  • Lesen

Natürlich ist ein optimales Zeitmanagement sehr hilfreich, um diese Ruhepausen bei den ganzen Verpflichtungen und Aktivitäten, die bei uns täglich auf dem Programm stehen, einzubauen.
 

Spaß und Lachen

Glückliche Menschen lachen häufiger oder häufig lachen Menschen, die glücklich sind. Durch das Lachen wird das Glückshormon oder auch der Botenstoff Serotonin ausgeschüttet. Serotonin ist für unsere glücklichen Gefühle zuständig und es wird durch Spaß, Lachen und Freude aktiviert, was unserem Körper helfen kann, die Selbstheilungskräfte zu aktivieren und das Immunsystem hochzufahren. Serotonin erfüllt im Körper viele wichtige Funktionen, doch vor allem ist es zuständig für unsere Stimmung. Serotonin sitzt hauptsächlich im Darm, genau wie das Immunsystem. Das Gewebshormon wird übrigens von der Sonne aktiviert und bestimmt unseren Tag - Nacht - Rhythmus.


Hydrotherapie oder Wasserheilkunde

Durch kurzzeitige Anwendungen mit kaltem Wasser, die zwischen einer Sekunde und einer Minute dauern können, werden die Blutgefäße verengt und erweitern sich dann wieder, sobald das kalte Wasser nicht mehr die Haut berührt. Durch diesen Vorgang werden Temperatur und Durchblutung im Körper erhöht. Die Hydrotherapie ist schon seit den Römern bekannt, ist jedoch in Vergessenheit geraten. Hydrotherapie ist gratis, denn es geht darum, den Körper oder einen Bereich des Körpers warmem und kaltem Wasser auszusetzen. Diese sogenannten Wechselanwendungen erhöhen die Reizsteigerung. Bei regelmäßiger Anwendung unterstützt die Hydrotherapie langfristig:

  • Stärkung des Immunsystems
  • Bessere Aktivität der Organe
  • Stimulierung des zentralen Nervensystems
  • Anregung des Kreislaufs
  • Fördert die Fruchtbarkeit bei Kinderwunsch
  • Aktivierung der Selbstheilungskräfte
  • Hautstraffung (auch in Bereichen, die bei Frauen von Cellulite betroffen sind)


Kneippkur als Beispiel für Hydrotherapie

Fast vergessen, aber dennoch sehr wirksam ist die Kneippkur nach dem Pfarrer Sebastian Kneipp, der von 1821 - 1897 lebte und durch seine Wasseranwendung, dem Einsatz von Pflanzenwirkstoffen und Bewegungstherapien im Wasser bekannt wurde. Es gibt in Deutschland viele Thermalbäder, die eine Kneippkur - Anwendungen anbieten. Wer jedoch immer 10 Minuten heiß duscht und sich dann 1 Minute abschließend mit kaltem Wasser abbraust, dem ist auch geholfen.
 

Sauna und Detox

Detox oder Entgiftungskur

Wenn wir unseren Körper mit einem Auto vergleichen, dann wissen wir, dass man das Auto warten, pflegen und reinigen muss, damit keine groben Verschleißerscheinungen entstehen. So verhält es sich auch mit dem menschlichen Körper. Der Filter - und Ölwechsel ist vergleichbar mit einer Entgiftungskur, bei der wir über ein paar Tage hinweg reinigende, oft pflanzliche Substanzen trinken, durch die wir unseren Körper reinigen, indem Giftstoffe ausgeschieden werden. Die Stoffe helfen, Organen, wie Leber, Niere, Darm etc., sich zu reinigen und Umweltgifte wie zum Beispiel Quecksilber oder Arsen aus dem Körper auszuspülen. Symptome wie Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Abgeschlagenheit  und Hautausschläge sind oft nicht eindeutig auf eine Vergiftung durch belastende Stoffe, die sich in Trinkwasser, Luft oder Essen befinden, zurückzuführen.

Bei einer Entgiftungskur verlieren wir in der Regel auch Körpergewicht. Nach Aussagen der Mehrheit aller ehemaliger Anwender einer Detox fühlten sie sich danach deutlich besser und berichteten von einer schöneren Haut. Eine solche Kur kann mehrmals im Jahr durchgeführt werden. Oft können Nahrungsmittelintoleranzen durch eine Entgiftungskur neutralisiert werden, da der Organismus durch die Reinigung entlastet wurde und nicht mehr auf alles Suspekte reagiert.

Weitere Tipps zu geeigneten Entschlackungs- und Entgiftungsprogrammen erhalten Sie beim Heilpraktiker, Apotheker oder in Reformhäusern. Es ist wichtig, dass Sie sich genau informieren, ob solch eine Kur für Sie geeignet ist.
 

Sauna und Dampfbad

Wer regelmäßig in die Sauna geht, der stärkt nicht nur das Immunsystem, sondern reinigt sich durch das Ausschwitzen von Giftstoffen, kurbelt den Stoffwechsel an und entspannt alle Muskelgruppen. Die Schleimhaut der Atemwege wird ebenfalls durchblutet und gereinigt. Die kalte Abkühlung in Form von Dusche, Eissauna, Schnee und Eisbecken nach der Sauna runden diesen Effekt ab. Trotzdem gilt zu beachten, dass die extrem heißen Temperaturen nicht für jedermann geeignet sind und daher wäre es wichtig, vorher zu testen, ob der Kreislauf mitspielt. Wenn die Sauna vertragen wird, dann kann einmal bis zweimal die Woche problemlos sauniert werden, sofern danach viel Wasser konsumiert wird.