Was sind Risiken und Komplikationen durch unbehandelte Chlamydieninfektionen?

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Bei der Chlamydien-Infektion handelt es sich um eine der häufigsten Geschlechtskrankheiten. Obwohl meist unproblematisch kann diese Erkrankung schwere Komplikationen nach sich ziehen, falls sie unbehandelt bleibt.

 

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines zu Chlamydien
Symptome
Risiken und Komplikationen - Unfruchtbarkeit
Risiken und Komplikationen - Reaktive Arthritis
Weitere mögliche Komplikationen
Wie werden Chlamydien behandelt?
Wie kann ich mich vor Chlamydien schützen?
 


Allgemeines zu Chlamydien

Bei Chlamydien handelt es sich um Bakterien, welche in unterschiedliche Subgruppen eingeteilt werden können. Es gibt drei verschiedene Arten von Chlamydien, welche jeweils verschiedene Erkrankungen und Symptome auslösen können. Das für Menschen relevanteste Bakterium ist Chlamydia Trachomatis. Daher wird in der Folge primär auf diesen Subtyp der Chlamydienbakterien eingegangen.

Die Chlamydien-Infektion ist eine sexuell übertragbare Erkrankung und eine der häufigsten Geschlechtskrankheiten in Deutschland. Chlamydienbakterien nisten sich in den Schleimhäuten ein, weshalb man sich in der Regel über ungeschützten Geschlechtsverkehr damit ansteckt. Ein einmaliger Sexualkontakt mit einer infizierten Person reicht dabei für eine Ansteckung aus. Beachten Sie, dass Sie sich auch beim Oralverkehr mit Chlamydien anstecken können.

Symptome

Eine Chlamydien-Infektion verläuft oftmals asymptomatisch. Dies macht die Infektion auch so problematisch. Da viele Betroffene keine Symptome aufweisen, kann die Infektion sich im Körper ausbreiten und Folgeschäden bzw. Komplikationen mit sich bringen.

Falls doch Symptome auftreten, können sie sich bei Männern und Frauen leicht unterscheiden.

Bei Frauen äußert sich eine Chlamydieninfektion durch eitrigen vaginalen Ausfluss, Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr, menstruale Zwischenblutungen sowie Harnwegsinfektionen. Der vaginale Ausfluss ist dabei meist übelriechend, was als eindeutiges Warnsignal aufgefasst werden sollte. Diese Symptome sollten stets ernst genommen werden. Insbesondere, falls sie in Kombination mit Brennen beim Wasserlassen auftreten, sollte ein Arzt oder eine Ärztin konsultiert werden.

Männer weisen etwas häufiger Symptome auf als Frauen, allerdings verläuft auch bei zirka 50% der Männer die Infektion asymptomatisch. Männer verspüren als Symptome oftmals Brennen oder Jucken beim Wasserlassen, Harnröhrenentzündungen sowie schleimigen Ausfluss.

Die Tatsache, dass so wenige Betroffene Symptome aufweisen, ist äußerst problematisch, da die Entzündung sich dadurch ungehindert ausbreiten kann. Somit können Komplikationen auftreten. In einigen Fällen führt dies “lediglich” zu Entzündungen der Harnröhre, was zu Schmerzen beim Wasserlassen oder häufigem Harndrang führt. Allerdings kann es durchaus auch zu schwerwiegenden Folgeschäden kommen. Erfahren Sie in der Folge mehr dazu.


Risiken und Komplikationen - Unfruchtbarkeit

Das bekannteste Risiko einer unbehandelten Chlamydieninfektion ist Unfruchtbarkeit. Von dieser Komplikation sind Frauen weitaus häufiger betroffen, als Männer. Allerdings ist bekannt, dass Chlamydien auch bei Männern durchaus zu Unfruchtbarkeit führen kann.

Bei Frauen beginnt die Infektion meist im vorderen Bereich der Geschlechtsorgane und kann sich ausbreiten, falls sie nicht behandelt wird. Sie kann in die Gebärmutter, Eileiter und Bauchhöhle wandern und dort für Entzündungen sorgen. Falls die Infektion in die Eileiter vordringt, kann es da zu chronischen Entzündungen kommen. Bleiben diese unbehandelt, können sich die Eileiter vernarben, wodurch Unfruchtbarkeit entsteht. Auch Eileiter- und Bauchhöhlenschwangerschaften kommen deutlich häufiger vor, falls eine Chlamydien-Infektion in die Eileiter oder die Bauchhöhle vordringt. Eine Entzündung des Beckenbereichs, inklusive Gebärmutterhals, Eileiter und Bauchhöhle als Folge von Chlamydien kann außerdem zu vermehrten Fehl- oder Totgeburten führen. Leider sind solche Entzündungen relativ häufig, falls Chlamydien nicht behandelt werden. Bei rund 20% der betroffenen Frauen kommt es zu Infektionen des Beckenbereichs. Dies muss nicht heißen, dass auch alle diese Frauen unfruchtbar werden. Allerdings ist das Risiko dafür massiv erhöht.

Auch bei Männern kann eine unbehandelte Chlamydien-Infektion zu Unfruchtbarkeit führen. Dabei wandert die Entzündung vom vorderen Bereich der Geschlechtsorgane weiter in die Hoden, Nebenhoden und in seltenen Fällen auch in die Prostata. Falls sich durch die Entzündung in den Nebenhoden Abszesse bilden, kann es auch bei Männern in der Folge zu Unfruchtbarkeit kommen. Auch wenn dies seltener als bei Frauen der Fall ist, sollte dieses Risiko durchaus ernst genommen werden, da Männer davon nicht verschont bleiben.


Risiken und Komplikationen - Reaktive Arthritis

Eine reaktive Arthritis als Folge von Chlamydien kann zwar theoretisch beide Geschlechter betreffen, ist aber primär für Männer ein Risiko. Sie tritt allerdings nur selten auf, zirka 3% der Betroffenen entwickeln eine solche Arthritis. Dabei wandert die Entzündung von den Geschlechtsorganen in die Gelenke und löst dort Entzündungen aus. Davon betroffen sind Gelenke der unteren Körperhälfte, wie etwa das Knie oder das Sprunggelenk. Eine reaktive Arthritis wird meist von anderen Symptomen wie einer nicht-eitrigen Harnleiterentzündung sowie einer Bindehautentzündung begleitet.


Weitere mögliche Komplikationen

Obwohl Unfruchtbarkeit und reaktive Arthritis die häufigsten Komplikationen einer unbehandelten Chlamydieninfektion sind, kann es auch zu weiteren Folgeerkrankungen kommen.

Bei Frauen kann die Infektion wie bereits erläutert in die Bauchhöhle geraten. Nebst Fruchtbarkeitsproblemen kann es dadurch zu chronischen Schmerzen im Unterbauch kommen.

Bei sowohl Männern wie auch Frauen kann die Infektion in die Augen wandern. Dort greift sie die Bindehäute an, woraufhin als Konsequenz eine Bindehautentzündung entstehen kann. Im schlimmsten Fall kann eine solche Entzündung gar zur Erblindung führen.

In sehr seltenen Fällen können Chlamydien auch zu Entzündungen im Herzbereich führen; insbesondere der Herzmuskel und -beutel sind davon betroffen. Dies wurde bisher allerdings nur äußerst selten beobachtet.


Wie werden Chlamydien behandelt?

Falls die Infektion frühzeitig entdeckt wird, ist sie relativ leicht zu behandeln. Dabei wird den Betroffenen in der Regel ein Antibiotikum verschrieben. Meist werden Tetrazykline eingesetzt, wie etwa Doxycyclin. Diese greifen die Eiweißproduktion der Bakterien an, wodurch diese sich nicht vermehren können und letztlich absterben. Während der Behandlung mit Antibiotika sollte unbedingt auf Geschlechtsverkehr verzichtet werden. Zudem muss der Partner oder die Partnerin stets über eine Infektion informiert werden. Wer eine Chlamydien-Infektion wissentlich von seinem Geschlechtspartner verheimlicht, macht sich strafbar.

Gewisse Folgeschäden einer Chlamydien-Infektion sind irreversibel. Während einige Entzündungen nach Einnahme des Antibiotikums abheilen können, lässt sich beispielsweise eine Vernarbung der Eileiter nicht rückgängig machen. Daher ist es umso wichtiger, auf allfällige frühe Symptome zu achten und nicht zu zögern, falls man den Verdacht hegt, sich mit Chlamydien angesteckt zu haben.

 

Wie kann ich mich vor Chlamydien schützen?

Vor einer Chlamydien-Infektion kann man sich am effektivsten schützen, indem man stets nur geschützten Geschlechtsverkehr hat. Die absolute Mehrheit der Betroffenen steckt sich bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr mit Chlamydien an. Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass man sich auf Toiletten oder im Schwimmbad damit infiziert - diejenigen Chlamydienbakterien, die Entzündungen an den Geschlechtsorganen auslösen, können nur eine sehr kurze Zeit außerhalb des Körpers überleben. Daher gilt: stets eine Barrieremethode der Verhütung, wie etwa ein Kondom, verwenden! Vorsicht ist auch beim Oralverkehr geboten, da man sich auch beim Oralverkehr mit Chlamydien infizieren kann.

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