Rosacea Creme

Rezeptpflichtige & rezeptfreie Behandlungen sowie Hausmittel

Rosazea ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, welche in der Regel nur Erwachsene betrifft. Es gibt diverse Behandlungsmöglichkeiten zur Bekämpfung von Rosazea. Erfahren Sie hier mehr über Cremes, die gegen Rosazea eingesetzt werden können.

 

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines zu Rosazea
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Rosacea?
Rosazea Creme: Welche rezeptpflichtigen Cremes gibt es?
Können bei rezeptpflichtigen Cremes Nebenwirkungen auftreten?
Gibt es rezeptfreie Cremes zur Behandlung von Rosazea?
Gibt es Off-Label Therapien?
Kann Rosazea auch mit natürlichen Hausmitteln behandelt werden?
 

 

Allgemeines zu Rosazea

Bei Rosazea handelt es sich um eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, wobei meist das Gesicht betroffen ist. Die Krankheit verläuft in Schüben und ist leider nicht heilbar, wenn auch gut behandelbar. Bei Rosazea erweitern sich die kleinen Äderchen der Gesichtshaut, wodurch mehr Blut bis direkt unter die Haut fließen kann. Dadurch rötet sich die Haut und die feinen Äderchen können durch die Haut hindurch sichtbar werden.

Bei fortgeschrittener Rosazea können auch Knötchen und Pusteln im Gesicht vorkommen, welche ebenfalls schubartig auftreten. Zudem kann sich bei den Betroffenen in einigen Fällen eine knotenartige Verdickung der Nase bilden.

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Die genauen Ursachen von Rosazea sind bislang nicht vollständig geklärt, allerdings gehen Experten davon aus, dass die Genetik eine entscheidende Rolle spielt. Außerdem sind hellhäutige Menschen, meist nordeuropäischer Abstammung, weitaus häufiger betroffen.

Nebst diesen Ursachen gibt es einige Faktoren, die eine bestehende Rosazea verschlimmern können. Insbesondere Stress, Alkohol und scharfe Speisen begünstigen die Symptome einer Rosazea und verschlimmern die Rötung der Haut. Zudem können auch warme Getränke wie Tee/Kaffee oder direkte Sonneneinstrahlung eine bestehende Rosazea verschlimmern.


Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Rosacea?

Durch den chronischen Verlauf von Rosazea ist es meist nötig, die Erkrankung dauerhaft zu therapieren. Da die Erkrankung in Schüben verläuft und in der Regel im Verlaufe der Zeit schlimmer wird, sollte sie so früh wie möglich therapiert werden. Dabei ist es wichtig zu beachten, dass man Rosazea nicht permanent heilen, aber sehr gut behandeln kann.

Primär ist es bei der Behandlung von Rosazea sehr wichtig, die auslösenden oder verschlimmernden Faktoren zu vermeiden. Wie bereits erwähnt gehören dazu insbesondere Stress, Alkohol und scharfe Speisen sowie warme Getränke. Zudem sollte man stets Sonnenschutz verwenden, falls man sich nach draußen begibt.

Die beliebteste Behandlungsform für Rosazea ist die medikamentöse Behandlung. Dabei wird zwischen innerlicher und äußerlicher Behandlung unterschieden. Die äußerliche, oder topische, Behandlung ist dabei die häufigste Behandlungsmethode bei Rosazea. Dabei handelt es sich um Salben und Gels, welche zur lokalen Behandlung eingesetzt werden. Die meisten dieser Cremes sind rezeptpflichtig und oftmals sehr effizient in der Behandlung von Rosazea.
 
Die innerliche Behandlung beruht meist auf Antibiotika wie Doxycyclin, Tetracycline sowie Minocyclin und wird meist nur in schwereren Fällen verordnet. Insbesondere, falls die Rosazea zu einer schweren Entzündung führt oder sich über längere Zeit trotz Behandlung nicht verbessert, können Antibiotika eingesetzt werden. Nebst Antibiotika können auch Retinoide eingenommen werden; dabei handelt es sich um ein Vitamin-A-Abkömmling, welcher allerdings nur in sehr seltenen Fällen eingesetzt wird, da dieser Wirkstoff eine Anwendung außerhalb des eigentlichen Zulassungsbereichs darstellt.

Eine weitere Therapiemöglichkeit für Rosazea ist eine Laserbehandlung. Dabei werden gezielt die Hautrötungen und Gefäßerweiterungen behandelt, indem die Äderchen verödet werden. Bei einer Laserbehandlung können Nebenwirkungen wie etwa Schmerzen auf der Haut oder gar feine Narben auftreten, obwohl die Therapie meist gut verträglich ist. Eine einmalige Anwendung reicht dabei nicht aus. Zudem werden Laserbehandlungen oftmals in Kombination mit Salben oder Gels verordnet.

In der Folge können Sie mehr über Cremes und Gels zur Behandlung von Rosazea erfahren.


Rosazea Creme: Welche rezeptpflichtigen Cremes gibt es?

Rezeptpflichtige Cremes zur Behandlung von Rosazea bezeichnet man als topische Therapie; diese Therapie zeichnet sich durch die äußerliche und lokale Anwendung aus. Die topischen Therapien werden oftmals als erste Behandlungsmethode eingesetzt und sind dabei meist direkt erfolgreich, insbesondere bei Patienten mit milder bis mittelschwerer Rosazea. In Deutschland sind vier verschiedene Wirkstoffe zur äußerlichen Behandlung von Rosazea zugelassen. Diese Cremes sind dabei stets rezeptpflichtig und werden unter verschiedenen Markennamen verkauft. Die Wirksamkeit und Verträglichkeit aller dieser Medikamente ist klinisch bestätigt.

Azelainsäure

Azelainsäure liegt als Gel vor und wird unter dem Markennamen Skinoren vertrieben. Es handelt sich dabei um einen Wirkstoff, welcher natürlich beim Menschen vorkommt. Daher ist das Gel in der Regel sehr gut verträglich. Azelainsäure wirkt antientzündlich sowie einer Verhornung der Talgdrüsen entgegen. Das Gel wird meist zweimal täglich direkt auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen und eingerieben.

Brimonidin

Brimonidin ist ein sogenannter Alpha-Agonist und verengt als solcher die Blutgefäße wieder, welche durch die Rosazea erweitert wurden. Dadurch kann der vermehrte Blutfluss unterbunden werden, was in der Konsequenz die Rötung lindert. Brimonidin liegt ebenfalls als Gel vor und wird unter dem Markennamen Mirvaso vertrieben. Dieses Gel wird in der Regel einmal täglich direkt auf die betroffenen Stellen aufgetragen.

Ivermectin

Ivermectin wird unter dem Markennamen Soolantra vertrieben und wirkt primär entzündungshemmend. Zusätzlich ist der Wirkstoff dafür bekannt, dass er Parasiten wie etwa Haarbalgmilben abtöten kann, welche Rosazea begünstigen. Somit kann Ivermectin auf zwei verschiedene Weisen gegen Rosazea wirken. Tatsächlich zeigen Studien, dass bei 68% der Patienten, die Ivermectin anwenden, die Beschwerden von Rosazea deutlich zurückgingen.

Ivermectin liegt als Creme vor und wird jeweils einmal täglich direkt auf die betroffenen Stellen aufgetragen.

Metronidazol

Metronidazol kann entweder als Creme, Lotion oder Gel erworben werden und wird unter den Markennamen Rosalox, Perilox oder Rosex vertrieben. Es handelt sich dabei um ein topisches Antibiotikum mit entzündungshemmender sowie antioxidativer Wirkung. Somit kann die Entzündung abklingen, wodurch die Hautrötungen verblassen können. Metronidazol wird je nach Schwere der Rosazea ein- bis zweimal täglich direkt auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen.


Können bei rezeptpflichtigen Cremes Nebenwirkungen auftreten?

Grundsätzlich sind die Cremes gut verträglich. Da es sich dabei allerdings um Medikamente handelt, kann es in Einzelfällen zu Nebenwirkungen kommen. Die Nebenwirkungen unterscheiden sich etwas von Creme zu Creme, allerdings treten einige bei der Mehrheit auf. Dazu gehören:

  • Trockene Haut
  • Juckreiz an den betroffenen Stellen
  • Brennendes Gefühl auf der Haut
  • Hautrötungen

Für eine vollständige Liste der möglichen Nebenwirkungen der individuellen Cremes konsultieren Sie die jeweilige Packungsbeilage.


Gibt es rezeptfreie Cremes zur Behandlung von Rosazea?

Nebst den oben genannten, rezeptpflichtigen Cremes und Gels gibt es auch weitere Cremes, die gegen Rosazea eingesetzt werden können, welche rezeptfrei erhältlich sind. Diese Salben basieren meist auf natürlichen Inhaltsstoffen und natürlichen Kosmetika. Auch bei den natürlichen Inhaltsstoffen ist es wichtig, eine antientzündliche Wirkung zu erzielen, sowie ausreichend Feuchtigkeit zu erhalten. Dabei gibt es zu bedenken, dass die Wirkung der rezeptfreien Cremes nicht immer vollständig wissenschaftlich belegt ist und oftmals in Kombination mit rezeptpflichtigen Salben empfohlen wird.

  • Sonnencreme: Experten empfehlen, täglich Sonnencreme aufzutragen. Sonnencreme ist daher nicht nur zur Vorbeugung von Rosazea wichtig, sondern auch zur Milderung der Symptome. Sonneneinstrahlung kann die Haut zusätzlich reizen sowie die Aufrechterhaltung von Rosazea fördern, selbst wenn man sich nicht direkt in die Sonne legt. Daher ist es wichtig, täglich Sonnenschutz aufzutragen.
  • Allgemeine Hautpflegeprodukte: Es gibt diverse Hautpflegeprodukte und Kosmetika, welche bei richtiger Anwendung die Intensität von Rosazea lindern können. Dabei sollten die Betroffenen auf schonende und pH-neutrale Waschlotionen und Gesichtscremes zurückgreifen und Inhaltsstoffe wie Menthol und Kampfer meiden. Cremes mit Glycerin oder Silikonöl hingegen sind meist gut verträglich für Patienten mit Rosazea.
  • Aloe Vera: Aloe Vera enthält diverse hilfreiche Nährstoffe und Antioxidantien, und wirkt natürlich entzündungshemmend. Dadurch kann sich die Haut beruhigen und die Rötungen können zurückgehen. Aloe Vera wirkt zudem feuchtigkeitsspendend und ist in Apotheken und Drogerien in Cremeform erhältlich.
  • Dermatokosmetika: Dies sind Kosmetikmittel, welche sich gezielt mit der Hautpflege des Gesichts auseinandersetzen. Der Einsatz solcher Kosmetikmittel kann zur Therapie von Rosazea sehr erfolgreich sein, insbesondere in Kombination mit medikamentöser Behandlung. Diese Kosmetikmittel und Cremes entfalten ihre Wirkung, indem sie eine Verminderung der sichtbar erweiterten Blutgefäße bewirken.


Gibt es Off-Label Therapien?

Unter einer Off-Label Therapie versteht man den Einsatz von Medikamenten, welche prinzipiell für eine andere Erkrankung zugelassen sind. Am Beispiel von Rosazea bedeutet dies, dass rezeptpflichtige Cremes, die eigentlich für die Behandlung anderer Hauterkrankungen verschrieben werden, gegen Rosazea eingesetzt werden. Off-Label Therapien sind daher Anwendungen außerhalb des Zulassungsbereiches und können nur in äußerst speziellen Fällen angewendet werden. Diese Anwendung muss stets spezifisch und präzise mit einem Arzt oder einer Ärztin besprochen werden.

  • Topische Retinoide: Ähnlich wie bei normalen Retinoiden handelt es sich hierbei um einen Vitamin-A-ähnlichen Stoff, welcher entzündungshemmend wirkt. Deshalb kann er auch zur Behandlung von Rosazea verwendet werden.
  • Permethrin: Dieser Wirkstoff wirkt Parasiten entgegen, was ihn für die Behandlung von Rosazea interessant macht. Da Rosazea von Milben begünstigt wird, kann diese Creme sich positiv auf die typischen Knötchen und Pusteln auswirken und schwere Formen von Rosazea unter Umständen lindern.
  • Benzylbenzoat: Ähnlich wie Permethrin wird auch Benzylzoat gegen Parasiten wie Läuse oder Milben eingesetzt. Daher kann in seltenen Fällen über den Einsatz einer solchen Creme bei Rosazea nachgedacht werden, falls ein Arzt oder eine Ärztin dies für angebracht hält.
     

Kann Rosazea auch mit natürlichen Hausmitteln behandelt werden?

Nebst Cremes, welche in Apotheken und Drogerien verkauft werden, gibt es auch einige Hausmittel, welche natürlich gegen Rosazea wirken können. Dabei haben die meisten Hausmittel natürlich antientzündliche Wirkungen.

  • Honig: Honig ist eines der ältesten Hausmittel zur Bekämpfung von Hauterkrankungen. Dies liegt daran, dass Honig antibakteriell wirkt und so Entzündungen, wie sie etwa bei Rosazea entstehen, lindern kann.
  • Kamille: Auch Kamille ist ein beliebtes Hausmittel bei Hautproblemen, da sie entzündungshemmende Eigenschaften hat. Dadurch kann der Einsatz von Kamille die Hautrötungen lindern und Entzündungen entgegenwirken.
  • Grüntee: Grüntee hat ähnlich wie Honig und Kamille antioxidative Eigenschaften und kann zudem den Heilungsprozess beschleunigen. Zudem kann er die Haut auch gegen Sonnenlicht weniger empfindlich machen. Dies bedeutet allerdings nicht, dass man auf Sonnenschutz verzichten kann. Im Gegenteil: Grüntee unterstützt eher die Wirkung von Sonnenschutzmitteln, als dass es alleinig vor Sonnenlicht schützt.
  • Apfelessig: Durch die Gärprozesse in Apfelessig kann dieses Hausmittel zur Desinfektion der Haut beitragen. Daher können Bakterien abgetötet werden, was bei der Behandlung von Rosazea hilfreich ist.

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