Rifaximin

Antibiotikum zur Behandlung von Reisedurchfall

Rifaximin ist ein Antibiotikum, welches primär zur Behandlung von Reisedurchfall verschrieben wird. Rifaximin ist dabei der Name des aktiven Wirkstoffes, das Medikament wird in Deutschland meist unter dem Namen Xifaxan vertrieben.


Allgemeines zu Rifaximin

Rifaximin ist ein Breitbandantibiotikum, welches primär zur Behandlung von Reisedurchfall eingesetzt wird. Als Antibiotikum wirkt Rifaximin direkt den Bakterien entgegen, indem es die Zellteilung der Bakterien stört und dadurch den Aufbau von Eiweißbestandteilen verhindert. Rifaximin verhindert, dass sich die RNA-Polymerase an den DNA-Strang der Bakterien bindet, wodurch die Zellteilung nicht funktionieren kann. Dadurch sterben die Bakterien letztlich aus.

Rifaximin besitzt die spezielle Eigenschaft, dass es bei oraler Anwendung zu weniger als 1% im Magen-Darm-Trakt resorbiert wird. Dies bedeutet, dass das Medikament fast gar nicht vom Darm in den Körper aufgenommen wird. Dadurch kann es mehr oder weniger vollständig in den Darm gelangen und da seine Wirkung vollständig lokal entwickeln. Aufgrund dieser niedrigen Resorption weist Rifaximin weniger Nebenwirkungen auf, als ähnliche Antibiotika.

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Nebst Reisedurchfall ist Rifaximin in Deutschland für andere Anwendungen zugelassen. Dazu gehören Dünndarmfehlbesiedlungen, zur Dekontamination des Darms vor einer Operation oder bei einer Divertikelerkrankung. Zudem kann Rifaximin auch an Personen abgegeben werden, deren Leber Ammoniak nicht korrekt aus dem Blut filtern kann.


Welche Auswirkungen hat die niedrige Resorption von Rifaximin?

Da Rifaximin kaum in den Blutkreislauf resorbiert wird, kann das Antibiotikum nur gegen Bakterien wirken, welche sich lediglich im Darm aufhalten und fortpflanzen. Es wirkt nicht gegen Bakterien, welche in den Blutkreislauf gelangen, sprich es wirkt lediglich nicht-invasiv. Daher kann Rifaximin nur gegen Bakterien wie etwa enterotoxische Escherichia coli oder enteroaggregative Escherichia coli wirken. Dies sind Keime, welche oftmals bei Patienten mit Reisedurchfall auftreten. Bei Reisedurchfall leiden die Betroffenen an Diarrhö, welche durch Keime, wie sie primär in tropischen und subtropischen Regionen vorkommen, ausgelöst wird. Da diese Keime meist nicht in den Blutkreislauf gelangen, kann Rifaximin sehr effektiv gegen Reisedurchfall eingesetzt werden. Die Wirkung des Medikaments ist dabei klinisch bestätigt.

Des Weiteren führt die niedrige Resorption auch zu wenigen Nebenwirkungen und einer allgemein besseren Verträglichkeit von Rifaximin.


Welcher Wirkstoff ist in Rifaximin enthalten?

Der aktive Wirkstoff in diesem Antibiotikum ist Rifaximin. Das Medikament wird in Deutschland und der Schweiz unter dem Namen Xifaxan verkauft. Daher handelt es sich bei Rifaximin lediglich um den Namen des aktiven Wirkstoffes, nicht um den Markennamen des Medikamentes.

Nebst Rifaximin sind noch weitere Inhaltsstoffe in diesem Antibiotikum enthalten. Dazu gehören hochdisperses Siliciumdioxid, mikrokristalline Cellulose, Talkum, Glyceroldistearat, Natrium, Hypromellose, Titandioxid, Propylenglycol, Eisen(III)-oxid sowie Dinatrium edetat-2-Wasser.


In welcher Dosierung liegt Rifaximin vor und wie wird es angewendet?

Xifaxan liegt primär in einer Dosierung vor, nämlich 200 mg Rifaximin pro Tablette. Bei akutem Reisedurchfall wird dreimal täglich eine Tablette eingenommen, unabhängig von einer Mahlzeit. Dies bedeutet, dass das Medikament sowohl auf nüchternen Magen, wie auch nach einer Mahlzeit eingenommen werden kann. Jeweils sollten zirka acht Stunden zwischen den individuellen Einnahmen liegen.

Sofern nicht anders von einem Arzt oder einer Ärztin verordnet, sollte Rifaximin nicht für länger als drei Tage eingenommen werden. Auch sollte die Behandlung nicht vorzeitig abgebrochen werden.

Ganz allgemein sollte die Einnahme und Dosierung stets entsprechend ärztlichem Rat vorgenommen werden, da bei Antibiotika stets die Gefahr einer Resistenzbildung besteht. Dies bedeutet, dass falls das Medikament falsch dosiert oder über einen inkorrekten Zeitraum eingenommen wird, können die Bakterien des Antibiotikums gegenüber resistent werden. Somit wäre das Medikament nicht länger wirksam. Es ist allerdings nicht ausreichend geklärt, ob sich Resistenzen gegen Rifaximin bilden; bislang sind solche Resistenzen erst in Labors aufgetreten. Allerdings kann dies nicht ausgeschlossen werden, weshalb Sie sich stets an den ärztlichen Rat halten sollten.


Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Wie bei jedem anderen Medikament können auch bei der Einnahme von Rifaximin Nebenwirkungen auftreten. Durch die niedrige Resorption des Medikaments treten bei der Einnahme von Rifaximin deutlich weniger Nebenwirkungen auf, als bei anderen Antibiotika, zudem sind die auftretenden Nebenwirkungen meist weniger intensiv. Daher ist dieses Antibiotikum besser verträglich, als andere. Trotzdem können auch bei diesem Medikament Nebenwirkungen auftreten. Zu den häufigsten zählen:

  • Blähungen
  • Bauchschmerzen
  • Verstopfungen
  • Kopfschmerzen
  • Fieber
  • Erschöpfung

Seltener können Nebenwirkungen wie trockene Lippen, Nervosität oder Appetitlosigkeit auftreten. Für eine vollständige Liste aller möglichen Nebenwirkungen konsultieren Sie die Packungsbeilage.


Ist Rifaximin rezeptpflichtig?

Rifaximin wird unter dem Markennamen Xifaxan vertrieben und ist als Antibiotikum stets rezeptpflichtig. Nehmen Sie Rifaximin niemals ein, ohne dies vorgängig mit einem Arzt oder einer Ärztin besprochen zu haben. Anschließend kann Ihnen ein Rezept dafür ausgestellt werden. Halten Sie sich lieber von Anbietern fern, welche Rifaximin ohne Rezept abgeben.


Gibt es Patienten, welche Rifaximin nicht einnehmen sollten?

Obwohl Rifaximin im Allgemeinen sehr gut verträglich ist, ist es nicht für alle Menschen geeignet. Beispielsweise darf das Medikament niemals eingenommen werden, falls man allergisch auf einen der Inhaltsstoffe reagiert. Außerdem ist das Medikament in der Regel nicht für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren geeignet.

Konsultieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, falls Sie unter Morbus Crohn oder einer anderen chronisch- entzündlichen Darmerkrankung leiden. Die Sicherheit von Rifaximin für diese Patienten ist noch nicht klinisch bestätigt, weshalb Sie im Zweifelsfall lieber darauf verzichten sollten. Dasselbe gilt bei Fieber oder blutigem Stuhl. Diese Symptome können auf eine Erkrankung hinweisen, die nicht mit Rifaximin behandelt werden kann.


Kann ich Rifaximin während der Schwangerschaft oder Stillzeit einnehmen?

Konsultieren Sie hierzu stets einen Arzt oder eine Ärztin. Allerdings liegen zur Sicherheit von Rifaximin während der Schwangerschaft oder Stillzeit noch keine ausreichenden Daten vor. Daher sollte im Zweifelsfall während der Schwangerschaft oder Stillzeit lieber auf das Medikament verzichtet werden.


Gibt es Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten?

Falls Sie mehrere Medikamente gleichzeitig einnehmen kann dies stets zu Wechselwirkungen führen, sprich die Wirkung kann sich verändern oder Nebenwirkungen können entstehen. Dasselbe gilt auch für die gleichzeitige Einnahme von Rifaximin und anderen Medikamenten. Beispielsweise ist bekannt, dass diverse Antibiotika die Wirkung der Antibabypille und anderer hormoneller Verhütungsmitteln beeinträchtigen kann. Falls Sie auf solche Verhütungsmittel vertrauen und gleichzeitig Rifaximin einnehmen müssen, sollten Sie während der Behandlung sowie für einige Tage nach Beendigung der Therapie mit Rifaximin zusätzlich mit Kondomen verhüten, um eine ungewollte Schwangerschaft zu vermeiden.

Falls Sie andere Medikamente einnehmen müssen, besprechen Sie dies stets mit einem Arzt oder einer Ärztin, um allfällige Wechselwirkungen zu vermeiden.


Ich habe zu viel Rifaximin eingenommen - was soll ich tun?

Falls Sie versehentlich zu viel Rifaximin eingenommen haben, kann es zu Überdosierungserscheinungen kommen. Diese ähneln möglichen Nebenwirkungen, beispielsweise können Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfall auftreten. Zudem kann eine Überdosierung bestehende Nebenwirkungen verschlimmern.

Achten Sie daher stets darauf, dass Sie das Antibiotikum gemäß ärztlicher Verordnung einnehmen. Falls Sie versehentlich eine zu hohe Dosierung eingenommen haben, wenden Sie sich an einen Arzt oder Apotheker.

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