Medikamente als Ursache von Erektionsstörungen

Medikamentengruppen mit erektiler Dysfunktion als Nebenwirkung

Ungefähr 20 Prozent leiden einmal im Leben an sexuellen Problemen. Obwohl dieses Thema relativ häufig ist, wird es nur selten angesprochen. Zu den häufigsten sexuellen Funktionsstörungen gehören der Libidoverlust, Erektionsstörungen, und vorzeitiger oder verzögerter Samenerguss.

Die Ursachen für Sexualstörungen sind vielfältig, wobei in vielen Fällen mehrere Auslöser zusammen kommen. Bei jungen Männern überwiegen psychische Ursachen, während mit zunehmendem Alter eher körperliche Krankheiten als Auslöser infrage kommen. Dazu kommen noch arzneimittelbedingte Ursachen.

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Sexualstörungen als schleichende Nebenwirkung

Zu den häufigen Nebenwirkungen von Medikamenten gehören vor allem Verdauungsstörungen wie Appetitverlust, Übelkeit, Völlegefühl, Verstopfung oder Durchfall. Diese Nebenwirkungen treten meistens direkt nach der Einnahme des Arzneimittels auf.

Es gibt aber auch Nebenwirkungen, die erst nach einer längeren Einnahme des Medikamentes auftreten. Daher bezeichnet man sie auch als «schleichende Nebenwirkung».

Einige Medikamente können eine sexuelle Dysfunktion verursachen. Allerdings ist es oft schwer zu unterscheiden, ob die behandelte Krankheit selbst oder das verabreichte Arzneimittel die Dysfunktion verursachen.
Ein Beispiel: Bluthochdruck gehört zu den Hauptverursachern für Erektionsstörungen. Normalerweise wird diese Krankheit mit Blutdrucksenkern therapiert. Aber auch Blutdrucksenker können Sexualstörungen verursachen.

Die Sexualstörungen verschwinden in der Regel nach Absetzen des Medikaments wieder.


Welche Medikamente können Sexualstörungen verursachen?

Ein Blick auf den Beipackzettel ist sehr wichtig. Unter der Rubrik «Nebenwirkungen» sind alle möglichen Nebenwirkungen nach ihrer Häufigkeit von sehr häufig bis sehr selten aufgelistet.

Zu den Nebenwirkungen können unter Umständen auch verschiedene Ausprägungen einer Sexualstörung zählen.

Die Sexualität beruht auf einem komplexen Zusammenspiel von Hormonen, Nervensignalen und der Psyche. Verschiedene Wirkstoffe können jedoch in einem dieser Bereiche Blockaden erzeugen. Vor allem die Einnahme von Hormonpräparaten kann eine Sexualstörung verursachen, da diese den Hormonspiegel beeinflussen.

In einer Auswertung von 100.000 Berichten über unerwünschte Arzneimittelwirkungen waren 0.5 Prozent der Nebenwirkungen eine sexuelle Dysfunktion. Die häufigsten Verursacher waren Blutdrucksenker, gefolgt von Psychopharmaka und Lipidsenkern.

Einige der Medikamente, die möglicherweise Sexualstörungen hervorrufen können, finden Sie in der folgenden Tabelle.
 
 

  Medikamentengruppen
Hormone - Antiandogene
- Finasterid
- Anabolika
- Östrogene
- Gestagene
Psychopharmaka - Antidepressiva
- Neuroleptika
- Antiepileptika
- Beruhigungsmittel
- Schlafmittel
Herz-Kreislauf-Medikamente - Alpha-2-Agonisten
- ACE-Hemmer (sehr selten)
- Kalzium-Antagonisten
- Alpha-Blocker (sehr selten)
- Antiarrhythmika
- Cholesterinsenker (selten)
Magen-Darm-Medikamente - Dopamin Antagonisten
- H2-Antihistaminika: Cimetidin
Schmerz- und Rheumamittel - Nichtsteroidale Antiphlogistika
- Kortison
Diverse - Wirkstoffe zur Alkoholentwöhnung
- Muskelrelaxantien
- Spasmolytika


 
Wie wirken diese Medikamente auf die Sexualität?

 
Hormone

Wenn die Produktion der Geschlechtshormone (Testosteron, Östrogen) gedrosselt oder blockiert wird, kann dies Auswirkungen auf den sexuellen Trieb haben.

Anabolika sind Derivate des Hormons Testosteron. Wird dem Körper zu viel davon zugeführt, kann dies zu Libidoverlust, verminderter Erektionsfähigkeit bis hin zu Unfruchtbarkeit führen.

 
Psychopharmaka

Antidepressiva greifen in den Hirnstoffwechsel ein und beeinflussen die Ausschüttung von Serotonin und Dopamin. Diese Hormone sind aber bei sexuellen Abläufen entscheidend. Es kann zum Libidoverlust kommen.

Neuroleptika blockieren die Wirkung von Dopamin. Dopamin wirkt eigentlich stimulierend auf die Sexualorgane. Daher kann
es zum Libidoverlust, Ejakulations- und Erektionsstörungen kommen.

Schlaf-und Beruhigungsmittel vermindern den Antrieb und können die sexuelle Lust verringern.


Herz-Kreislauf-Medikamente

Blutdrucksenker verringern die Durchblutung im Penis, wodurch eine erektile Dysfunktion verursacht werden kann.

Die Beta-Rezeptoren an der glatten Muskulatur werden durch Beta-Blocker blockiert. Eine Erektion ist aber nur nach einem Erschlaffen der glatten Muskulatur möglich.  


Harntreibende Medikamente (Diuretika)

Durch die harntreibende Wirkung verringert sich die Blutmenge auch im Schwellkörper.

Durch Alpha-2-Agonisten wird die Menge der Botenstoffe Adrenalin und Noradrenalin gesenkt. Die Nervensignale, die auch für eine Erektion wichtig sind, werden dadurch abgeschwächt.

Antiarrhythmika greifen in den Hormonhaushalt ein. Sie können dadurch eine erektile Dysfunktion oder Libidoverlust auslösen.


Magen-Darm-Medikamente

Dopamin Antagonisten blockieren den für die Erektion wichtigen Botenstoff Dopamin.

Cimetidin hat einen Gegenspieler-Effekt auf Testosteron. Je häufiger die Einnahme, desto häufiger kann eine Erektionsstörung oder Libidoverlust auftreten.  


Schmerz- und Rheumamittel

Diese Medikamente hemmen Prostaglandine. Dieser Botenstoff ist auch an der Erektion beteiligt. Wird die Produktion der Botenstoffe gehemmt, kann es zu Erektionsstörungen kommen.

Kortison kann zusätzlich die Abgabe von Testosteron unterdrücken.

 

Typische Bezeichnungen von Sexualstörungen

Schaut man in verschiedene Gebrauchsinformationen, findet man die unterschiedlichsten Bezeichnungen für potentielle Sexualstörungen als Nebenwirkung. Die Bezeichnung der verschiedenen sexuellen Dysfunktionen ist nicht einheitlich und variiert je nach Hersteller.

Die korrekte medizinische Bezeichnung für eine Erektionsstörung lautet: Erektile Dysfunktion. In den Beipackzetteln wird aber auch von Impotenz oder Potenzstörungen gesprochen.

Andere Sexualstörungen, die als Nebenwirkungen angegeben werden, sind beispielsweise:

  • Ejakulationsstörungen
  • Orgasmusprobleme
  • Libidoverminderung, Libidostörung, vermindertes sexuelles Verlangen
  • Verminderte Spermienbildung
  • Unfruchtbarkeit (Infertilität)
  • Verminderte Testosteronbildung
  • Reversible Störungen im Sexualverhalten

 


Ärztliche Betreuung ist wichtig

Die Aufgabe eines Arztes ist es, Sie über Wirkungen und mögliche Nebenwirkungen einer Therapie aufzuklären. Leider klären viele Ärzte nicht über alle möglichen Nebenwirkungen auf, vor allem was Sexualstörungen betrifft. Das liegt auch daran, dass diese nur sehr selten als Nebenwirkung auftreten.

Wenn Sie einen zeitlichen Zusammenhang zwischen der Einnahme eines Medikaments und sexuellen Problemen feststellen, sollten Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt darüber sprechen.

Ist bei Ihnen eine Sexualstörung aufgrund eines Medikaments aufgetreten, gibt es verschiedene Optionen. Manchmal reicht es abzuwarten und das Problem verschwindet in kurzer Zeit wieder. Es kann auch eine Medikamentenpause eingelegt werden, wenn es das Krankheitsbild und der Gesundheitszustand erlaubt. Außerdem kann auch eine Dosisanpassung oder der Wechsel auf ein anderes Präparat die Probleme verschwinden lassen.

Setzen Sie das Medikament aber niemals auf eigene Faust ab, sondern besprechen Sie die nötigen Schritte immer mit Ihrem Arzt.

Wenn die Sexualstörung bestehen bleibt, kann eine Therapie mit prosexuellen Substanzen in Betracht gezogen werden. Bei Männern beispielsweise mit Sildenafil oder Tadalafil und bei Frauen mit Flibanserin.

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