Bei Feigwarzen, auch Genitalwarzen genannt, handelt es sich um eine sexuell übertragbare Krankheit. Die Warzen treten an und für sich in der Regel im Genitalbereich auf und sind zwar unangenehm, stellen aber keine gravierende Gefahr für Ihre Gesundheit dar - sie sind folglich gutartig. Ausgelöst werden die Warzen durch Humane Papillomviren (HPV) und sind meist etwa stecknadelkopfgroße Warzen, die in ihrer Färbung entweder rötlich, bräunlich oder weiß sind. Genitalwarzen können mit verschiedenen Medikamenten relativ einfach behandelt werden. Um sich vor derartigen Krankheiten prophylaktisch zu schützen, sollten Sie beim Geschlechtsverkehr immer ein Kondom verwenden.

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Dr Philip Kalpsing

Von Dr. Philipp Klapsing überprüft

Letzte Überprüfung am 19.07.2021

Über

Genitalwarzen sind Warzen, die den Genitalbereich befallen. Diese werden durch die humanen Papillomviren (HPV) übertragen und sind in der Regel harmlos. Es handelt sich dabei um eine Geschlechtskrankheit, da sie über ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen wird. Falls ein Patient oder eine Patientin beim Geschlechtsverkehr mit dem HP-Virus infiziert wird, können die Warzen als Konsequenz davon ausgelöst werden. Sie gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten. Jedoch brechen die Warzen nicht bei allen Menschen aus, die sich mit dem HP-Virus angesteckt haben. Zudem kann es Wochen oder sogar Monate dauern, bis das Virus die Warzen hervorruft. Leichte Abschürfungen der Haut kann das Ausbrechen der Warzen begünstigen.

Obwohl Genital- oder Feigwarzen meist über Sexualverkehr übertragen werden, können sie auch durch Schmierinfektion z.B. durch verunreinigte Gegenstände übertragen werden. Um sich vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie Feigwarzen zu schützen, verwenden Sie am besten ein Kondom. Beachten Sie, dass keine Verhütungsmethode Sie vollständig vor einer Ansteckung schützen kann. Sie können aber das Risiko mit dem Benutzen eines Kondoms jedoch entscheidend verringern.

Die Warzen sind in der Regel stecknadelkopfgroß und bräunlich, rötlich oder weiß gefärbt. Sie treten meist in großer Anzahl auf und liegen dicht beieinander. Ca. 1-2% der Bevölkerung steckt sich im Laufe des Lebens mit Genitalwarzen an, wobei die Wahrscheinlichkeit bei 20-24 jährigen Personen am größten ist. Das Risiko für eine Infektion steigt mit der Anzahl der Geschlechtspartner an. Außerdem begünstigt Rauchen oder Medikamente, die das Immunsystem schwächen, eine Ansteckung mit dem HP-Virus.

Symptome

Das Hauptmerkmal der Erkrankung ist das meist symptomlose Auftreten der Warzen. Es kann aber zu Symptomen wie Jucken und Brennen kommen, sowie gelegentlich zu Ausfluss bei Frauen. Falls die Warzen während des Geschlechtsverkehrs gereizt werden, kann es auch zu leichten Blutungen kommen. Viele Patienten beklagen jedoch keine zusätzlichen Symptome, weshalb sie die Warzen erst spät erkennen. Falls bei Ihnen die Diagnose Genitalwarzen gestellt wird, ist es ratsam, sich auf andere Geschlechtskrankheiten wie HIV testen zu lassen.

Behandlungsoptionen

Für Genitalwarzen gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, die individuell an den Patienten angepasst werden müssen. Desweiteren variiert die Dauer der Behandlung von Patient zu Patient.

Einerseits gibt es Möglichkeiten für den Patienten oder die Patientin, die Warzen selbst zu behandeln, indem beispielsweise Salben in Form einer lokalen Therapie angewendet werden. Andererseits können die Warzen auch von einem Arzt entfernt werden, entweder durch ein Vereisen (Kryotherapie) oder eine operative Behandlung mittels Laserentfernung. Ein Arzt kann auch entscheiden, die Warzen konventionell operativ zu entfernen. Die Wahl der Behandlungsoption hängt davon ab, in welchem Ausmaß und welcher Größe die Warzen vorhanden sind, und welche Art der Behandlung der Patient oder die Patientin wünscht.

Die Warzen können sich nach einiger Zeit auch selbst zurückbilden. Die meisten Patienten bevorzugen jedoch eine aktive Behandlung, da dies meist zu einem schnelleren Behandlungserfolgt führt. Achten Sie darauf, dass die meisten wirksamen Salben und Medikamente rezeptpflichtig sind. Salben, welche Sie ohne Rezept erhalten, eignen sich in der Regel nicht zur Behandlung von Genitalwarzen.

Medikamente

Salben zur lokalen Anwendung sind die beliebtesten Medikamente zur Behandlung von Genitalwarzen. Beachten Sie, dass Sie diese Salben nicht auf offene Wunden auftragen sollten, da dies zu starken Nebenwirkungen führen kann.

Im Folgenden werden Ihnen einige Medikamente beschrieben, welche Sie zur Behandlung von Feigwarzen anwenden können.

Aldara Creme (Wirkstoff Imiquimod)

Aldara Creme (Wirkstoff Imiquimod)  ist eine Lotion zur Behandlung von Feigwarzen im Genitalbereich sowie weiterer virusbedingter Hauterkrankungen, aber auch zur Therapie des Basalioms. Meist wird Aldara zur Behandlung von Feigwarzen eingesetzt. Aldara Creme sorgt dafür, dass das körpereigene Immunsystem gestärkt wird, wodurch das Immunsystem besser gegen HPV wirken kann.

Condylox Lösung (Wirkstoff Podophyllotoxin)

Condylox (Wirkstoff Podophyllotoxin) ist ein antiviral wirksames Medikament auf Pflanzenbasis zur Behandlung von Genitalwarzen, welches jeweils als Lösung direkt auf die betroffene Stelle aufgetragen wird. Die Condylox-Lösung hemmt die Verbreitung des Virus und blockiert insbesondere die Zellteilung der betroffenen Zellen. Somit kann sich das Virus nicht vermehren und die Warzen gehen zurück.

Veregen 10%

Veregen 10% ist ein pflanzliches Medikament zur Behandlung von Genitalwarzen. Der pflanzliche Wirkstoff ist ein Grüntee-Extrakt, welcher das Wachstum von virusinfizierten Zellen hemmt. Indem Veregen 10% das Wachstum der mit den Viren infizierten Zellen hemmt, gehen die Warzen stetig zurück.

Wartec Creme (Wirkstoff Podophylotoxin)

Wartec (Wirkstoff Podophyllotoxin) ist eine Creme, welche zur Behandlung von nicht entzündeten Feigwarzen eingesetzt wird. Es ist ein antiviral wirksames Medikament auf Pflanzenbasis. Durch die antivirale Wirkung der Creme wird das Virus an der Verbreitung gehindert, wodurch die Symptome bekämpft werden. In der Regel wird Wartec über drei aufeinanderfolgende Tage angewandt.

Nebenwirkungen

Medikamente zur Behandlung von Feigwarzen können je nach Präparat unterschiedliche Nebenwirkungen haben:

Aldara-Creme

Die häufigsten Nebenwirkungen von Aldara sind Schmerzen an der betroffenen Stelle sowie Juckreiz. Außerdem kann es zu Kopf- Muskel- oder Gelenkschmerzen kommen, Müdigkeit, Übelkeit, Infektionen sowie Schwierigkeiten bei der Harnentleerung.

Condylox Lösung

Hierbei kann es zu Hautausschlägen, einer Entzündung der betroffenen Stelle oder einem Brennen beim Auftragen kommen. Die Lösung ist im Allgemeinen jedoch sehr gut verträglich.

Veregen 10%

Die häufigsten Nebenwirkungen bei einer Behandlung mit Veregen 10% sind Hautrötungen, Brennen oder Schmerzen beim Auftragen, Juckreiz, Geschwüre, Ödeme, Bläschen oder Verhärtungen. Ebenfalls häufig kommt es zu Schwellungen, Blutungen oder einer Abschälung der Haut.

Wartec Creme

Die häufigsten Nebenwirkungen von Wartec sind Juckreiz, Schmerzen oder Irritationen an der betroffenen Stelle, sowie Hautabschürfungen.

Fragen & Antworten

Ist bei solchen Warzen das Krebsrisiko erhöht?

In der Regel sind Genitalwarzen gutartig. Gewisse Subtypen des HP-Virus erhöhen allerdings das Krebsrisiko, insbesondere für Gebärmutterhalskrebs. Dies sind jedoch nicht die gleichen HP-Viren, die Genitalwarzen auslösen. Dass sich aus Genitalwarzen Krebs bildet, halten Experten für sehr unwahrscheinlich.

Muss ich meinen Partner über eine Ansteckung informieren?

Da Genitalwarzen über Geschlechtsverkehr übertragen werden, sollten Sie Ihren Partner unbedingt darüber informieren, falls bei Ihnen Genitalwarzen diagnostiziert wurden. Ihr Partner könnte ebenfalls betroffen sein.

Kann es sein, dass ich mich mit dem HP-Virus angesteckt habe und es nicht bemerke?

Ja, dies kann durchaus vorkommen. Bei vielen Menschen, die sich mit dem HP-Virus anstecken, brechen keine äußerlichen Symptome auf, weshalb es ihnen nicht bewusst ist, dass sie das Virus in sich tragen. Wichtig zu beachten ist, dass man das Virus weitergeben kann, obwohl bei einem selbst keine Symptome auftreten.

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