Starker Haarausfall - was kann man dagegen tun?

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Der Verlust der Haarpracht stellt sowohl für Männer als auch für Frauen eine psychische Belastung dar. Während Männer zumeist mit erblichem Haarausfall zu kämpfen haben, lassen sich die Ursachen bei Frauen oftmals nicht so eindeutig feststellen. Medikamentöse Umstellungen, Stress, Schlafstörungen oder Eisenmangel - woran der Haarausfall liegt, kann beispielsweise durch eine Haarwurzelanalyse (Trichogramm) festgestellt werden.

Was ist starker Haarausfall (Alopezie)?

Erst wer nach der Haarwäsche mehr als 100 Haare verliert, leidet unter starkem Haarausfall und sollte sich auf Ursachenforschung begeben. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass die Menge der ausgefallenen Haare je nach Anzahl der Haarwäschen variiert. Fällt der Haarausfall bei einer nur wöchentlichen Haarwäsche größer aus, stellt dies erst einmal kein Indiz eines starken Haarausfalls dar.

Haarausfall kann in verschiedenen Formen auftreten. Während Männer zumeist unter erblich bedingtem Haarausfall leiden, der sich durch kahle Stellen auf der Kopfhaut bemerkbar macht und sehr langsam voranschreitet, beklagen Frauen oft eine schlagartige, gleichmäßig verteilte Haarlichtung. Diese Symptomatik ist jedoch in der Regel nur vorübergehender Natur und kann durch gezielte Ursachenbekämpfung effektiv behandelt werden.

Welche Ursachen hat starker Haarausfall?

Haarausfall kann auf mehrere Ursachen hindeuten. Männer leiden zumeist unter erblich und immunologisch bedingtem Haarausfall, während bei Frauen oft andere Faktoren zusammen kommen.

Häufig liegt vorübergehendem Haarausfall ein Nährstoffmangel zugrunde. Nehmen Betroffene beispielsweise zu wenig eisen- und zinkhaltige Nahrungsmittel zu sich, kann es dazu kommen, dass die Sauerstoff- und Energieversorgung der Haarzellen gestört wird.

Vermehrter Haarausfall kann außerdem auf eine Schilddrüsenerkrankung hindeuten. Leiden Betroffene unter einer Unterfunktion der Schilddrüse, beeinflusst die einhergehende Verlangsamung des Stoffwechsels auch die Wachstumsfähigkeit der Haare.

Häufige Ursachen für vorübergehenden Haarverlust können ebenfalls chemische Inhaltsstoffe in Produkten der täglichen Pflegeroutine sowie Nebenwirkung spezieller Medikamente sein. Insbesondere heparinhaltige Wirkstoffe, die für die Hemmung der Blutgerinnung zur Thrombosevorbeugung eingesetzt werden, stehen unter Verdacht den Haarwuchs negativ zu beeinflussen.

Oftmals lässt sich Haarausfall bei Frauen auch nach hormonellen Umstellungen erkennen. Insbesondere zwei bis vier Monate nach der Geburt leiden Frauen vermehrt unter Haarlichtungen, die in der Regel jedoch nur vorübergehender Natur sind. Auch Stress und Schlafschwierigkeiten können dabei Auslöser starken Haarausfalls sein.

Wie kann man gegen starken Haarausfall vorgehen?

Haarausfall kann ein Symptom verschiedenster Erkrankungen oder ungesunder Lebensweisen sein. Um das Ausfallen der Haare zu stoppen, ist es deshalb von Bedeutung, nicht nur das Symptom medikamentös zu behandeln, sondern auf Ursachenforschung zu gehen. Dabei kann Ihnen insbesondere eine Haarwurzelanalyse (Trichogramm) weiterhelfen. Bei der mikroskopischen Analyse von nur zehn Haaren des Betroffenen kann außerdem festgestellt werden, wie weit der Haarverlust bereits fortgeschritten ist.

Bei vorübergehendem Haarausfall ist es hilfreich, die eigenen Lebensumstände zu betrachten. Könnten Stress oder Schlafschwierigkeiten den Haarverlust begünstigen, sind Entspannungstechniken wie Meditation oder Yoga zu empfehlen.

Verhindert ein Nährstoffmangel den gesunden Haarwuchs, sollte die Ernährung aktiv umgestellt werden. Eisen und Zink kann beispielsweise über Fisch, Fleisch, Hülsenfrüchte oder Pilze aufgenommen werden. Bevor Betroffene jedoch zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen, sollte ein Arzt einen Bluttest vornehmen und die Umstellung medizinisch begleiten.

In jedem Fall ist es ratsam, Medikamente und Haarpflegeprodukte auf ihre Inhaltsstoffe zu untersuchen. Bei diffusem Haarausfall stellt sich der Haarwuchs meist schnell wieder ein, sobald auf schädliche Inhaltsstoffe verzichtet wird.

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Quellen

  1. Wolff H.: Erkrankungen der Haare. In: Plewig G., Ruzicka T., Kaufmann R., Hertl M. (Hrsg.) Braun-Falco’s Dermatologie, Venerologie und Allergologie. Springer Reference Medizin. Springer, Berlin, Heidelberg, 2018
  2. Wolff, H. & Kunte, C.: Haarausfall und Alopezien bei Frauen. Gynäkologe, 2003, 36: 605.

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