Migräne

Spannungskopfschmerzen: Symptome und Behandlung

Häufigste Form von Kopfschmerzen

Spannungskopfschmerzen sind die am weitesten verbreiteten Kopfschmerzen. Mehr als die Hälfte aller Menschen sind mehr oder weniger häufig davon betroffen. Erfahren Sie hier mehr darüber.

Spannungskopfschmerzen: Symptome und Behandlung
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Symptome

Die Schmerzen sind meist weniger intensiv als bei einer Migräneattacke, oftmals klagen die Betroffenen über leichte bis mittelschwere Kopfschmerzen. Diese äußern sich in der Regel als starkes Druckgefühl. Nur selten werden die Schmerzen von den Betroffenen als pulsierend bezeichnet. Die Spannungskopfschmerzen beginnen meist im Nacken und breiten sich von da über den ganzen Kopf aus. Häufig sind die Schmerzen im Bereich der Stirn oder Augen am intensivsten. Ein weiterer Unterschied zu Migränesymptomen ist, dass die Spannungskopfschmerzen nicht nur einseitig, sondern auf beiden Seiten des Kopfes auftreten. Spannungskopfschmerzen werden von vielen Betroffenen mit einem Gefühl verglichen, einen viel zu engen Hut zu tragen. In vereinzelten Fällen werden die Kopfschmerzen von einer Licht- oder Geräuschempfindlichkeit begleitet.

Die Dauer der einzelnen Episoden ist von Person zu Person verschieden. Sie können von einer Stunde bis zu mehreren Tagen andauern. In seltenen Fällen kann sich auch eine chronische Form der Spannungskopfschmerzen bilden. Davon spricht man, sobald Betroffene an mindestens 15 Tagen im Monat über mindestens drei Monate hinweg an Kopfschmerzen leiden.


Ursachen

Tatsächlich sind die Ursachen für Spannungskopfschmerzen nicht restlos bekannt. Experten gehen davon aus, dass gewisse Triggerpunkte in der Kopf-, Hals- und Schultermuskulatur bei den Betroffenen empfindlicher sind, als bei anderen Menschen. Auch Verspannungen dieser Muskelpartien werden oft als Ursache für Spannungskopfschmerzen genannt.

Eine andere mögliche Ursache ist eine Blutabflussstörung der Venen. Dies kann gemäß einiger Experten eine Entzündung begünstigen, was wiederum Schmerzen verursachen kann.

Nebst diesen Ursachen gibt es einige Faktoren, die die Entstehung von Spannungskopfschmerzen begünstigen. Der größte Risikofaktor dabei ist Stress. Weitere Risikofaktoren sind fieberhafte Infektionen, langes Sitzen, sowie muskuläres Fehlbelasten. Des Weiteren gehen Experten davon aus, dass genetische Veranlagungen ebenso eine Rolle spielen. Zudem leiden Frauen, Zuckerkranke, Menschen mit Arthrose sowie Menschen mit Übergewicht häufiger an Spannungskopfschmerzen. Die genauen Hintergründe dabei sind nicht restlos geklärt.


Diagnose

Falls sich die Kopfschmerzen häufen, sollte man einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen, um allfällig gravierende Erkrankungen auszuschließen. In der Regel lässt sich durch eine Anamnese, sprich ein Gespräch über die Symptome und Krankengeschichte, sowie eine körperliche Untersuchung feststellen, ob es sich um Spannungskopfschmerzen handelt. Dabei werden bestimmte Kriterien überprüft, wie etwa die Beidseitigkeit der Schmerzen, die eher drückenden anstatt pulsierenden Schmerzen, keine Übelkeit oder Erbrechen sowie eine erhöhte Licht- und Geräuschempfindlichkeit. Bei den körperlichen Untersuchungen werden meist neurologische Untersuchungen wie etwa der Muskelkraft oder der Sinneswahrnehmungen durchgeführt.

Teils werden zusätzlich noch weitergehende Untersuchungen durchgeführt. Dies geschieht meist nur, falls Hinweise auf neurologische Auffälligkeiten in der Anamnese aufgetreten sind.


Behandlung

Bei Spannungskopfschmerzen lohnt es sich, zunächst auf Schmerzmittel zu verzichten, und zu versuchen, die Spannungen anderweitig zu lockern. Oftmals kann Bewegung, insbesondere an frischer Luft, dazu beitragen, die Verspannungen zu lockern. Auch Schwimmen kann helfen, die Kopfschmerzen zu lindern.

Eine weitere Möglichkeit, die Kopfschmerzen zu lindern, ist mittels Anwendung von Wärme oder Kälte. Dabei ist individuell verschieden, ob eher Wärme oder Kälte schmerzlindernd wirkt. Es können beispielsweise Kühlpads oder Kirschkernkissen auf die betroffenen Stellen gelegt werden. Des Weiteren kann es hilfreich sein, kaltes Wasser über die Handgelenke laufen zu lassen. Dies soll die Durchblutung anregen und Spannungen lösen.

Auch Entspannungstechniken und Massagen können gegen Spannungskopfschmerzen helfen. Diese sollen einerseits Stress reduzieren und andererseits die Verspannungen im Nackenbereich lindern.

Im Falle von akuten Beschwerden können zusätzlich auch Schmerzmittel eingenommen werden. Herkömmliche, rezeptfreie Schmerzmittel reichen meist aus, um Spannungskopfschmerzen zu bekämpfen. Allerdings sollte man bei Schmerzmitteln stets Vorsicht walten lassen, da man ansonsten die eigene Toleranzgrenze erhöht und die Schmerzmittel nicht mehr ausreichend wirken können.

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Medizinischer Hinweis: Diese Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

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Letzte Überprüfung am October 29, 2024

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Letzte Überprüfung am 29 October 2024

Quellen

  1. Stern (2020): Immunsystem stärken- acht Tipps für bessere Abwehrkräfte https://www.stern.de/gesundheit/immunsystem-staerken--acht-tipps-fuer-bessere-abwehrkraefte-7702560.html [10.08.2020]
  2. Gesundheit (2017): Zehn Tipps für ein gesundes langes Leben https://www.gesundheit.de/medizin/vorsorge/gesund-leben/zehn-tipps-fuer-ein-gesundes-langes-leben [10.08.2020]
  3. Bundesgesundheitsministerium (2015): 66 Tipps für ein gesundes und aktives Leben https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/Publikationen/Praevention/Broschueren/INFORM_66Tipps-barrierefrei.pdf  [10.08.2020]
  4. Kneipp (2020): Das Immunsystem https://kneipp.ch/das-ist-kneippen/kneipp-lexikon/immunsystem/  [10.08.2020]

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